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Urheberrecht eingefordert

zuletzt verändert: 01.01.2008 16:28

In den vergangenen Monaten wurden von meinen Websites vermehrt Texte und Fotos ohne Genehmigung kopiert und auf fremden Websites veröffentlicht. Ich betrachte das nicht als Kavaliersdelikt.

Grundsätzlich freut es mich ja, wenn meine Texte und Fotos gefallen. In den meisten Fällen genehmige ich auch ein Verwendung auf fremden Websites oder in Zeitungen. Schwierig ist das lediglich bei Fotos, deren uneingeschränktes Werknutzungsrecht ich nicht selbst besitze.

Entdecke ich eine nicht genehmigte Übernahme von Texten oder Fotos, weise ich im ersten Schritt in einem E-Mail darauf hin. Sofern ich im Gesamtzusammenhang der fremden Website eine Veröffentlichung meiner Produkte vertreten kann, verlange ich die sofortige Angabe der Quelle samt Link zur Ursprungswebsite oder die sofortige Löschung.

Fast alle bisher angeschriebenen Personen reagieren entsprechend. Vielen ist nicht bewußt, dass sie mit ungenehmigten Übernahmen eine Urheberrechtsverletzung begehen.

Erstmals hat nun eine Betreiberin einer Website überhaupt nicht reagiert. Ich habe daher die Anwaltskanzlei Manak & Partner beauftragt, meine Rechte durchzusetzen. Die Betreiberin erhält eine erste Zahlungsaufforderung für ein angemessenes Entgelt und Schadenersatz, zuzüglich die Kosten der Anwaltskanzlei. Reagiert sie erneut nicht, wird Klage eingereicht. Parallel wird der Provider, dessen Kundin die Betreiberin ist, aufgefordert, die Seite mit den urheberrechtlich geschützten Inhalten zu löschen.

Die Betreiberin wird eine Zahlung von mehreren Tausend Euro leisten müssen. Eine Frage vorab, ob sie die Inhalte übernehmen dürfe, oder eine Reaktion auf mein Mail hätten ihr das erspart.

Urheberrechtsverletzungen sind nicht nur ärgerlich. Sie entziehen JournalistInnen und FotografInnen auch ihre Lebensgrundlage. Deshalb betrachte ich sie nicht als Kavaliersdelikte.





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